Zwei schwere Verletzungen überschatten Halbfinalsieg

SC Plettenberg - LTV Lüdenscheid 2:1 (2:1)

PLETTENBERG • Am vergangenen Samstag kam es auf der Elsewiese zur Neuauflage des Lokalderbys der Plettenberger B-Juniorinnen gegen die Elf des LTV Lüdenscheid. Eine Woche zuvor hatte der SC das Meisterschaftsspiel an gleicher Stelle mit 2:3 verloren. Diesmal ging es um den Einzug ins Pokalfinale. Die Mannschaft wurde vom Trainerteam Andreas Schauerte und Christian Finger auf einigen Positionen umgestellt. So rückten Julia Krasniqi und Filiz Durmus von den

C-Juniorinnen auf und erhielten einen Platz in der Startelf. Bereits in der ersten Spielminute konnte sich Kerstin Quast von ihrer Gegenspielerin lösen und lief auf das Tor von Gästetorhüterin Wilczek zu. Diese stürmte aus dem Kasten und prallte mit Quast zusammen, Quast rappelte sich auf und wollte das frei liegende Leder einschieben, doch Schiedsrichter David Hamo (Werdohl) entschied zu Unrecht auf Foulspiel von Quast und dies blieb nicht die einzige Fehlentscheidung in diesem Spiel. In den weiteren Minuten schnürte der SC den LTV in der eigenen Hälfte ein. Ein ganz anderer Beginn des Plettenberger Teams als noch eine Woche zuvor. Als 10 Minuten gespielt waren, schlugen die Gäste die Kugel mit einem Befreiungsschlag in die Hälfte des SC. Der SC konnte zur Ecke klären. Der nachfolgende Eckball wurde aus dem Strafraum direkt vor die Füße einer Stürmerin des LTV geköpft, diese schoss mit einer Bogenlampe auf das Tor des SC. Torhüterin Mandy Weber konnten den Ball in der tief stehenden Sonne nur erahnen und plötzlich zappelte das Leder im Netz. Wieder ein früher Rückstand für die Mädchen vom SC. Auch an diesem Samstag steckte das Team nicht auf und spielte weiter druckvoll auf. In der 19. Minute konnte Jasmine Finger mit einem sehenswerten Heber den Ausgleich erzielen. Der LTV setzte weiter nur auf Befreiungsschläge und anschließende Konter. Die Angriffsbemühungen konnten aber von der Abwehr locker abgefangen werden. Zwei Minuten vor der Halbzeit (38.) wurden die Plettenbergerinnen belohnt. Kerstin Quast konnte einen Abschlag abfangen und den Führungstreffer markieren. Nach der Halbzeit spielte der SC weiterhin gut auf. Die Angriffe wurden aber mehr und mehr durch rüde Fouls von hinten durch die Lüdenscheider Abwehrspielerinnen gestoppt. Der junge Schiedsrichter hätte hier frühzeitig eingreifen müssen und dann wären die folgenden schweren Verletzungen nicht passiert. In der 60. Minute lief Filiz Durmus auf das Tor der Gäste zu und wurde im Strafraum von hinten um gegrätscht. Keine Reaktion des Schiedsrichters, zum einen war die Abwehrspielerin letzte Spielerin und hat förmlich um die rote Karte gebettelt und auch der Elfmeterpfiff blieb aus, als Folge des rüden Fouls musste Durmus verletzt vom Platz. Zwei Minuten später musste Kerstin Quast heftig einstecken und konnte aber nach einer Verletzungspause weiterspielen. In dieser Phase wurde Co-Trainer Finger aus dem Stadion verwiesen. Finger dazu: „Ich wollte den Schiedsrichter auf die unfaire Spielweise des LTV aufmerksam machen und meine Mannschaft vor Verletzungen schützen“. Wie Recht er damit hatte, konnten die Zuschauer in 70. Minute verfolgen. Bereits zwei Minuten zuvor hatte Fräulein Pohlers, K. Quast von hinten von den Beinen geholt und endlich gelb gesehen. Mit einem weiteren brutalen Frustfoul von Pauline Pohlers an Quast ohne Chance den Ball zu spielen wieder von hinten in die Beine. Rot für Pohlers und Krankenhaus für Kerstin Quast. Zum Glück für Quast kein Bruch, sondern eine starke Prellung in beiden Kniegelenken und eine längere Fußballpause. Inwieweit die Bänder etwas abbekommen haben bleibt abzuwarten. An dieser Stelle wünschen wir der Torjägerin gute Besserung. In den restlichen Minuten kamen die Bergstädter noch mit Kontern vor das Plettenberger Tor, doch der Erfolg blieb aus. Auf der anderen Seite scheiterte Rautenberg 3 Minuten vor Spielende knapp. Es blieb beim verdienten Sieg der Plettenbergerinnen, die mit riesigem Jubel den Einzug ins Pokalfinale feierten. Dort trifft man auf den Westfalenligisten FC Iserlohn. Das Finale findet am 23.11.2013 im Willi-Vieler-Stadion in Iserlohn statt.


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