Lustlose D-Mädchen verlieren in Wandhofen

TuS Wandhofen - SC Plettenberg 2:0 (2:0).

Schon der Start am Samstag vor dem Spiel in Wandhofen war nicht so wie man es nach dem Auftakt in der letzten Woche erwarten durfte; einige Spielerinnen ließen sich deutlich anmerken, dass sie nicht so wirklich Lust zum Spiel hatten und dass andere Dinge sie mehr beschäftigten; "Auf dem Aschenplatz zu spielen habe ich ja gar keine Lust" (Justine Floel) "Wenn ich nicht das Trikot mit der Nummer 6 kriege, spiele ich nicht und auf Asche ist das sowieso blöd" (Zeynep Kaya). Die Mädchen haben wohl vergessen, dass Fußball ein Mannschaftssport ist und alle an einem Strang ziehen müssen, sonst ist nirgendwo ein Blumentopf zu gewinnen. Trotz dieser Widrigkeiten legten die Mädels los wie die Feuerwehr. Angetrieben von den unermüdlichen Dauerläuferinnen Lucia und Christina Gonzalez-Hidalgo sowie Sirka Fischer ergab sich bereits in der 3. Minute eine Großchance für Charline Ladberg, jedoch erwies sich die gegnerische Torfrau als absolute Klassetorhüterin. So folgte eine Torchance auf die andere, die Gegnerinnen kamen bis zur 14. Minute kaum über die Mittellinie und ein ums andere Mal musste die Wandhofener Torfrau klären oder der Ball ging knapp vorbei. Zu diesem Zeitpunkt hätte es durchaus 3:0 für die Gäste stehen können, wenn Charline Ladberg und Anika Stracke ein wenig mehr Glück mit ihren Abschlüssen gehabt hätten. So kam es wie oft bei solchen Fußballspielen, der Gegner erhielt einen Eckball, der hart vor das Tor geschlagen wurde. Hier gab es eine Riesengetümmel, in dessen Verlauf der Ball dann letztlich vom Gegner ins Tor gestolpert wurde, nachdem weder unsere Torfrau den Ball aufnehmen konnte, noch die übrigen Spielerinnen in der Lage waren, den Ball aus der Gefahrenzone zu schießen (16.) Der erste Frust machte sich breit, doch nach kurzer Bedenkzeit ging es wieder in Richtung Tor des TuS Wandhofen, einzig eine Spielerin hatte vollkommen die Lust verloren und reagierte auch nicht mehr auf die Anweisungen und Zurufe der Trainer (Zeynep Kaya). Ein Fehler dieser Spielerin im Mittelfeld beim Spielaufbau führte dann auch nach Ballverlust und resignierendem stehen bleiben ihrerseits in der 28. Minute zum 0:2. In der Pause wurde noch einmal versucht, den Spielerinnen Mut für die zweite Hälfte zu geben und es wurden einige Veränderungen vorgenommen: Vivien Becker ersetzte Zeynep (die auch in der Halbzeit nicht gewillt war, den Trainern zu zuhören) und das Mittelfeld wurde zu Lasten der Abwehr verstärkt. Mit neuem Schwung ging es in die zweite Hälfte, auch hier war unsere Mannschaft immer tonangebend und setzte die Wandhofener permanent unter Druck, ein Tor mochte jedoch auch jetzt nicht trotz weiterer guter Gelegenheiten nicht gelingen. In der 46. Minute wollte Vivien Becker (die eine anstrengende Nacht in der Schule verbracht hatte) wieder hinaus und wurde durch Lara Pohle, die ein sehr gutes Spiel ablieferte, ersetzt. Gleichzeitig hat die Spielführerin Charline Ladberg den Platz vollkommen demotiviert verlassen ("Nimm mich raus, ich habe keine Lust mehr"). Sie wurde durch Nathalie Mergel ersetzt, die sich auch ordentlich Mühe gab, eine Wende des Spiels war aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, da auch die Kräfte bei den bereits erwähnten 3 Dauerläufern schwanden, die jedoch bis zum Schlusspfiff um jeden Ball kämpften. In der letzten Minute hatte Anika dann noch einmal die Chance auf den Anschlusstreffer, doch auch hier erwies sich die gegnerische Torfrau als unüberwindlich. In Übereinstimmung mit dem Wandhofener Trainer bleibt festzustellen, dass wir ein hochklassiges, faires und spannendes Fußballspiel gesehen haben, in dem der Unterlegene eindeutig mehr Spielanteile hatte, jedoch an der Torfrau und am fehlenden Glück gescheitert ist. Über die Einstellung einiger Spielerinnen wird am Mittwoch zu reden sein, andere haben gezeigt, dass sie sich auch von einem unglücklichen Spielverlauf nicht entmutigen lassen und trotzdem eine Topleistung bringen wollen und können. Das macht Mut für den weiteren Verlauf der Saison.

SC Plettenberg: Anna-Lena Rutner, Eva-Maria Rademacher, Justine Floel, Lucia Gonzalez-Hidalgo, Christina Gonzalez-Hidalgo, Sirka Fischer, Zeynep Kaya (31.Vivien Becker /45. Lara Pohle), Charline Ladberg (45. Nathalie Mergel), Anika Stracke


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