Unglückliche Niederlage im SpitzenspielBQ Da 27.11.16

SC Plettenberg Damen – SF Sümmern Damen 1:2 (0:0).

PLETTENBERG • Was sagte einst Jürgen Wegmann (FC Bayern): „Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.“ Dieses Zitat beschreibt eindrucksvoll den Spielverlauf am vergangenen Sonntag aus Sicht der enttäuschten Plettenberger Damen. Ein ganz unglückliches Handspiel und der darauffolgende Strafstoß entschieden das Spitzenspiel in der Kreisliga A zugunsten des Ligakonkurrenten aus Sümmern. Fünf Mal stand man sich in den vergangenen zwei Jahren auf dem Kunstrasen gegenüber. Die Bilanz für die SC-Damen: zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Wobei die letzte Niederlage im Pokalviertelfinale vor vier Wochen mit 2:3 schon sehr knapp ausfiel. Jetzt sollte endlich mal ein Sieg her. Sümmern begann erwartungsgemäß sehr druckvoll und versuchte ihre Spitzen mit langen Bällen in Position zu bringen. Doch die Plettenberger Damen waren von Anfang an hellwach und hielten durch aggressives Pressing dagegen. Hampel spielte dieses Mal in der Spitze, kämpfte bissig und hinderte die Abwehrspielerinnen an einem geordneten Spielaufbau. Die erste Großchance für Sümmern ergab sich in der 24. Minute nach einer Ecke von links. Es entwickelte sich ein regelrechtes Gewühl im 5 m Raum vor L. Gonzalez Hidalgo, ehe Winkler dann die Kugel aus der Gefahrenzone drosch. In der 39. Minute zauberte SF-Trainer Krieg dann ein Ass aus dem Ärmel und brachte Yvonne Olgemann. Die Torschützenkönigin der letzten Saison hatte schon ihre Fußballschuhe an den Nagel gehängt und wurde – vielleicht speziell für das Plettenberger Spiel – reaktiviert. Weide übernahm die Deckung und machte ihren Job verdammt gut. Nur einmal konnte Olgemann ihr über links entwischen (39.), umkurvte anschließend Winkler und passte in die Mitte. Doch der Schuss von Forster verfehlte das Tor. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wurde Rautenberg von den Beinen geholt. Den fälligen Freistoß aus ca. 20 m setzte Quast knapp übers Tor. Mit einem 0:0 ging man in die Pause.
Weiterhin hoch motiviert kamen die Plettenberger Damen aus der Kabine. Es entwickelte sich ein regelrechtes Powerplay auf das Sümmeraner Tor. Ein Pass von Riabi erreichte Quast, doch ihr Schuss aus spitzem Winkel ging knapp am Tor vorbei (47.). Eine Minute später scheiterte Winkler mit einem Freistoß aus 25 m. Die SC-Damen waren am Drücker und Sümmern wankte. Ein weiterer Angriff konnte nur auf Kosten eine Ecke geklärt werden, die Quast hoch hereingab. Weide stand goldrichtig und ließ der Sümmeraner Torfrau mit einem satten Flachschuss ins lange Eck keine Chance (52.). Der Jubel war groß, doch Sümmern kam zurück. Der bittere Rückschlag folgte in der 62. Minute. Eine Standardsituation, ein Freistoß von links und eine Unachtsamkeit in der sonst stark spielenden Plettenberger Hintermannschaft führten zum Ausgleich. Der Schock saß tief und Sümmern wurde stärker. Ein langer Ball durch die Mitte erreichte Olgemann, die Richtung Tor marschierte. Doch L. Gonzalez Hidalgo ging kompromisslos dazwischen und konnte klären. Dann kam in der 78. Minute das schon beschriebene Pech hinzu. Bei einem Zweikampf mit Olgemann sprang der Ball unglücklich an die Hand von Weide. Den fälligen Strafstoß verwandelte Flunkert zum 1:2. Bei dieser Aktion verletzte sich Weide außerdem und musste ausgewechselt werden. Für Sie kam Stracke ins Spiel. Wer geglaubt hat, die Plettenberger Damen würden jetzt die Köpfe hängen lassen und aufgeben, wurde eines Besseren belehrt. Es entwickelte sich in den letzten 10 Minuten ein regelrechter Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die letzte Möglichkeit für die SC-Damen noch den Ausgleich zu erzielen ergab sich in der 92. Minute durch einen Freistoß. Doch leider verfehlte der Ball sein Ziel. Es war ein schönes, hochklassiges und dramatisches Spiel, dass eigentlich keinen - oder besser gesagt - zwei Sieger verdient hätte. • bq

SC Plettenberg: L Gonzales Hidalgo, - Dasberg, Weide, Rautenberg, Hönigschmid, Finger, Schauerte, Quast, Stracke, Winkler, Parschau, Hampel, Riabi, Reka, C. Gonzales Hidalgo


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